Es gibt Tage, da trinke ich, ein bisschen, ein bisschen mehr,
ist der eine Wasserkasten leer, kommt ein voller her.
Es gibt Tage, da trinke ich nicht so viel,
nur Kaffee und vielleicht eine Tasse Tee,
Wenn man fragt: Hast du Durst? Sage ich: Nee

Es gibt Tage, da mag ich dich, dich oder dich,
und an manchen Tagen mag ich noch nicht einmal mich.
Ich bin nicht gut genug, Sanftmut fehl am Platz, vergeben - mhm?
Verschiebe ich auf morgen. Mache mir zu viele Gedanken oder Sorgen.

Es gibt Tage, da bin gefüllt mit Kraft und Sanftmut,
möchte die Menschen lieben, fühle mich wie ein Adler,
keineswegs wie eine graue Maus.
Schleppe meine Leiter mit mir herum,
denn ich will hoch hinaus.

In vergangenen Zeiten waren die Zeiten still, ruhig und leicht,
zukünftig wird es sie auch geben - vielleicht.
In vergangener Zeit war ich ein Baby und wurde umsorgt,
Milch war in meiner Flasche,
Babyhauptnahrung war in meiner Tasche.

Ich war Kind in der Schule Gottes,
lernte und lernte, sah und hörte,
und wehe jemand störte, den feindete ich an und sagte:
Du bist jetzt nicht dran. Ich sitze hier mit Gott, mit Jesus meinem Lehrer,
siehst du das denn nicht - dieses unglaublich Licht.

Es gab Tage, da waren die Menschen um mich herum beleidigt,
verletzt und wütend, sie meinten: „Wie ist die denn drauf?“
Das war mir egal, ich kletterte meine Leiter hinauf.
Immer weiter und weiter herauf.

Bis ich eines Tages fiel, in eines der vielen tiefen Täler.
Doch dort erst traf ich viele Gottes Wähler.
Erst dort bekam ich richtig Durst
und fand die Quelle des Lebens,
ganz umsonst und kostenlos,
mit den Mineralien Liebe und Trost.
 
Ich will dem Durstigen geben von der lebendigen Quelle des Wassers umsonst. (Offenbarung 21,6)
 
Januar 2018
 

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