Siehst du den Frühling, wie er seine Erstlinge zeigt?
Siehst du den Winter, wie er sich zum Abschied verneigt?
 
Du siehst es! Bist ja nicht blind!
Doch wenn du vorübergehst, es nicht beachtest,
weißt du nicht, dass es die Erstlinge sind!
Und du fragst dich, wo bleibt denn nur der Frühling,
und deine Augen sehen nicht,
wie er dir schon längst zuwinkt.
Riechst du den Duft
der ersten warmen Luft?
Hörst du die Stimmen,
wenn die Vögel fröhlicher als zuvor singen?

Mach schnell, mein Liebes! Komm heraus, geh mit! Der Winter ist vorbei mit seinem Regen. Es grünt und blüht, so weit das Auge reicht. Im ganzen Land hört man die Vögel singen; nun ist die Zeit der Lieder wieder da! (Hoheslied 2,10b-12)

Siehst du das Licht,
dass dir schon bei Aufstehen zublinzelt, siehst du es nicht?
Doch, sieh doch richtig hin,
da ist schon ein halber Sommer drin.

Geh hin, und wasche deine Sommersachen,
denn bald ist es soweit, du kannst sie tragen, du wirst lachen.

Freue dich,
bald fällt die heiße Sonne in dein Gesicht,

bald blickst du ins Licht.

Sei fröhlich, du Trauerklos,
und lasse den Wintermantel fallen, lasse ihn los!

Eine heiße Zeit kommt auf uns zu, alles Gute steht uns bevor,
hole deine Sommerschuhe und deine Sandalen hervor.
Kürze den Rock und zeig Bein deinem Liebsten,
lass IHN dich betrachten,
lass IHN dich beachten.
Tanze und bewege dich um IHN und lobe seine Person,
klopfe laut an SEINE Tür,
bitte um Einlass und empfange deinen Lohn.
Denn dein Liebster liebt dich,
ER will dich verzaubern, über dich, freut ER sich.

Die Vorfreude auf den Sommer erweckt all meine Sinne,
die Vorfreude bist DU,
der Sommer mein Leben das ich durch DICH gewinne!
Der Wind des Frühlings ist am wehen,
in meinem Spiegel kann ich eines der Erstlinge sehen.
Jubel und Freude, mit lauter Stimme singe ich meinem Jesus,
nähere mich IHM und geb` IHM einen süßen Kuß!

Der Sommer wird kommen,
deshalb ist uns alles Dunkle genommen,
darum haben wir schon gewonnen, komm,
und tu dich mit mir zusammen sonnen.

Gute Zeit, wann bricht du an?
Wann ist es soweit, wann, wann, wann?
Kann nicht mehr abwarten, bist DU wiederkommst,
bis DU uns, anstatt der Sonne, selber sonnst!

Die Stadt hatte keine Sonne mehr nötig, keinen Mond und auch keine Straßenlampen, um es hell zu haben, weil Gott so viel von seiner Größe ausstrahlte, dass es einfach so hell war. Diese Lampe war ds Lamm. (Offenbarung 21,23)

2006

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