Das Baby


Finanzkrise hier, Wirtschaftskrise da.
Ist Weihnachten dieses Jahr
deswegen kürzer oder länger?

Wie feiert eigentlich der Harz IV Empfänger?

Weihnachtsmänner in
Coca-Cola-rot oder in Aral-Blau -

oh du belanglose Weihnachtswerbeshow.

Wird es sie auch dieses Jahr geben,
ein Shopping-Marathon durch die Läden?
Blinklichter,
schmucküberladene Schaufenster,

die üblichen Weihnachtslieder:
„Alle Jahre wieder?“

Ist Weihnachten dieses Jahr
vielleicht anders?

Oder kann man es eigentlich
selbst bestimmen,

die Freude, den Frieden, das Besinnen?
Darauf kommt es doch an, oder?
Weihnachten, auch „Heilige Nacht“ genannt,
das ist doch bekannt.

Eigentlich brauchen wir keine Blinklichter, Shoppingtouren,
Geschenke oder den Weihnachtsbraten,
und eigentlich müssen wir nicht
auf`s Christkind warten.

Ich zünde ein Kerzchen an,
schließe meine Augen

und lasse mir den Frieden nicht rauben.
Ich gehe in den Stall,
und sehe zwischen Tieren, eine Mutter,
einen Vater und ein Baby.

Ich bin dabei, nimm es aus
der Krippe und spreche:

„Süßer kleiner Jesus,“
und geb` IHM einen Kuss.

Weihnachten, erinnere dich,
der König der Könige ist geboren,

Happy Birthday - 2009 Jahre alt
und so jung wie nie,

vor diesem kleinen Baby,
werfe ich mich auf den Boden,

falle auf meine Knie,
dann sehe ich es,
das eigentliche Weihnachten,

den Morgenstern, das Licht,
wovon man leise singt und spricht.

Du bist willkommen,
kleiner normaler Mensch
in einfacher Kleidung,

sieh auf das Baby, im stinkenden,
kalten Stall,

und du wirst es finden,
dass wirkliche Weihnachten – überall.

... und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum ... (Lukas 2,7)


November 2009


Veröffentlicht in der Zeitschrift EINBLICK Winterausgabe