Trauervolk

 

Unnützes Gerede, belanglose Worte,
Geschrei um nichts,

es wird nicht gemessen und nicht gewogen.
„Der Betrüger wird betrogen!“
„Der Lügner wird angelogen!“
Klageworte und Jammergesang,
ich sehe sie, die, mit dem krummen Gang.
Ihre Herzen kennen nur Stumpfsinn,
Depression und Zank!

Nur unter Stöhnen esse ich mein Brot, mein Klagen hört nicht auf, es fließt wie Wasser. Hab ich vor etwas Angst, so trifft es mich. Wovor ich zittere, das kommt bestimmt. Ich habe keinen Frieden, keine Ruhe, nur Plage über Plage fällt mich an. (Hiob 3,26)

Oft kann ich es nicht mehr hören,
manchmal lasse ich mich davon stören,
doch niemals wird er lauter sein,
dieser Jammer-Klang,

als mein Lobgesang:

Ich aber besinge deine Macht, frühmorgens rühme ich deine Güte; denn du bewahrst mich ... für dich spiele ich mein Lied, denn du machst mich stark; du, Gott, gibst mir sicheren Schutz, du bist so gut zu mir. (Psalm 59, 17-18)

Diese Welt ist mir zu heiß geworden,
mache ich mir deswegen Sorgen?
Ich kenne DEIN Wort,
was es spricht - wegen Morgen!

Die siebte Posaune: Jetzt ist die Zeit gekommen, Gericht zu halten über die Toten. Nun ist die Zeit der Belohnung da für deine Diener, die Propheten und für dein ganzes heiliges Volk, alle, die deinen Namen ehren, Hohe und Niedrige. Nun, ist die Zeit der Bestrafung gekommen für alle, die die Erde zugrunde richten: Jetzt werden sie selbst zugrunde gerichtet. (Offenbarung 11, 18)

Würde ich DEIN Gesetz nicht kennen,
würde ich vor allem davonrennen.

Kinder gegen Kinder, Kinder gegen Eltern,
Eltern gegen Kinder.
Sind auch schon die „Kleinen“ Sünder?

Ein Bruder wird den andern dem Henker ausliefern und ein Vater seine Kinder. Kinder werden sich gegen ihre Eltern stellen und sie in den Tod schicken. (Matthäus 10,21)

Ich weiß, ohne DICH,
wäre ich einer von ihnen.

Ich würde dem Neid,
der Schuld und der Habgier dienen,

ich würde jammern und klagen,
würde Menschen hassen
und ihnen meine Meinung sagen,

würde sie be- und verurteilen,
richten und anklagen.

Doch, weil DU an meiner Seite bist,
mir „DEINE Gedanken“ erklärst
und mir aus dem Lebenshandbuch vorliest,

weiß ich, dass dies die Wahrheit
und alles eine Logik ist,

und dass DU mit einer
ganz anderen Messwaage misst.

Waage und rechte Waagschalen sind vom HERRN; und alle Gewichte im Beutel sind sein Werk. (Sprüche 16,11)

Getrieben von DEINER Liebe,
dass ich jede Sorge
und alles Überflüssige
immer mehr verschiebe.

Genug ist nicht gut genug,
versuche, mich abzuwenden,
von Lug und Betrug.

Es kommt mir so vor,
dass die Zeit schneller läuft als bisher.
Die Tage fliegen, werde alt im Dauerlauf,
doch DU bist zu all dem meine Gegenwehr.
DU gibst mir Zeiten, in denen ich leben darf,
die ich sinnvoll nutze,
in der ich nicht nur arbeite,
esse, koche oder putze.

DU hast das Kostbarste für mich
auf einem goldenen Tablett,

DU liebst mich, versorgst mich,
beschützt mich, baust meine Zukunft,
alles „Gute“ in einem Set,
ganz umsonst und alles komplett.

Muss mich nicht mit
meinem Nächsten streiten,

jammern, klagen und meckern
über Kleinigkeiten.

DU allein gibst mir die Möglichkeit,
alles „GUTE“ zu tun,

mich auszuruhen.

Höre nicht damit auf,
ich schreibe meine Gedichte.

Legt man sie auf eine Waage,
haben sie Gewichte,

wirft man sie in den Müll,
sind sie stumm, ohne jegliches Gefühl.

Doch alles Klagen
und Jammern hat einen Grund,

DU weißt, die Menschenherzen liegen wund.
Kein Geld, keine Werte,
keine Heldentaten sieht dieses Land,

niemand mehr frisst aus DEINER Hand.

Ein König richtet das Land auf durchs Recht; wer aber viel Steuern erhebt, richtet es zugrunde. (Sprüche 29,4)

„MEIN Wille geschehe und nicht DEINER!“
Anders spricht selten einer.

Ich bitte DICH für dieses Trauervolk,
schenke ihnen einen Himmel aus Gold,
damit sie nicht verloren gehen,
denn ich möchte sie glücklich sehen.

2006

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