„Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“ (Genesis 8,22)
Der Macher aller Dinge
schenkt uns die nächste Jahreszeit.
In der Herstellung
befindet sich noch ihr Kleid.
Schwer und zugleich
leicht soll er sein, der Saum,
farbenfroh und lichtdurchlässig
im Grundton rotbraun.
Die Bäume lieben es, sich zu spiegeln
in tausend Regentropfen,
im Garten, am Straßenrand,
in der Stadt oder auf dem Land.
Wer sehen kann, der sehe.
Wer beobachten kann, der beobachte.
Wer genießen kann, der genieße.
Pfeifende und heulende Winde
machen sich auf den Weg,
lautstarke Vögel ziehen in den Süden,
Regen prasselt an die Scheiben,
die Spatzen verstummen,
die Bienen hören auf zu summen.
Dafür werden uns Starkregen
und Donnerwetter stören,
aber auch die Stille macht sich bereit,
wieder dazuzugehören.
Wer hören kann, der höre.
Wer lauschen kann, der lausche.
Wer still sein kann, der sei still.
Helligkeit und Dunkelheit
triumphieren über fallende Blätter
und nasses Wetter.
Während der Wind weht,
wird an der Uhr gedreht.
Der Wald verschwindet
mit seinen Tieren
in den Nebelbänken,
die Sonnenstrahlen müssen sich
immer mehr einschränken.
Die Felder werden
bearbeitet und gemäht,
es wird geerntet was gesät.
Die Eichhörnchen machen sich
zur Winterruhe bereit,
die Drachen steigen
nach oben, ganz weit.
Kastanien fallen vom Baum,
all das, damit die Menschenkinder staun.
Wer staunen kann, der staune.
Wer sich erfreuen kann, der erfreue sich.
Wer gesät hat, der ernte.
Unauffällig wird der Herbst vergehen,
bald ist alles vorbei,
was wir noch sehen.
Verändert wird alles sein,
so, wie jedes Jahr.
Von Vergänglichkeit durchdrungen,
ist auch bald
Weihnachten überwunden.
Doch das „Heute“
wird noch etwas bleiben,
während das „Gestern“
einen Tag zurückliegt,
und „Morgen“
in die Zukunft flieht.
Wie gut, dass ich dem
Unvergänglichen angehöre,
dem, der immer der gleiche ist,
der war und sein wird.
Der, der Worte spricht auf ewig,
der mein Name
ins Buch des Lebens schreibt,
der, der sagt,
das für immer etwas bleibt.
Der, der uns eine neue Welt verspricht,
voller Gerechtigkeit,
und uns hineinnimmt in seine
unvergängliche Herrlichkeit.
Wer glauben kann, der glaube.
Wer vertrauen kann, der vertraue.
Wer hoffen kann, der hoffe.
HERR, dein Wort bleibt für immer und ewig – so unverrückbar wie der Himmel hat es Bestand. Deine Treue zu uns gilt ohne Ende – so unerschütterlich wie die Erde, die du erschufst. Himmel und Erde bestehen bis heute, weil du es so willst, denn dir muss alles dienen. (Psalm 119,89-90)
September 2026
Gedankenreste:
So nah ist noch der Sommerglanz,
das Meer, der Strand,
so viele Sommerorte
das „einfache Sein“,
ein Leben am Tag,
voller Sonnenschein.
Hitze, die ich spürte,
Erinnerung die mein Herz berührte.
Beten am offenen Fenster,
auf der Terrasse, im Garten,
DEIN Wort von Saat und Ernte,
lohnenswert ist jedes Warten.