Nebel

 

Leise Nebel, laute Stille,
alles was ich sehe, ist DEIN Wille.
Etwas geht, etwas kommt,
etwas war, etwas ist – Nebelsicht,
vieles weiß ich noch nicht.

Leise Nebel, hier und da,
viele Illusionen, doch was DU
mir zeigst ist wahr.

Ich sehe, was sonst niemand sieht,
und nur DU Gott siehst,
was vor mir liegt.

Nebelschwaden die im Tau baden,
feuchter Boden, nasse Blätter,
schlechtes Wetter,
doch trotzt des Nebels,
sehe ich meinen Retter.
Er ist wie ein Sonnenstrahl,
der den Nebel vertreibt,
und wie schönstes Sommerwetter,
das sogar in der Nacht bleibt.

Nebelschleier bedecken mein Haar,
die Sicht ist im Allgemeinen unklar.
Doch DU Gott bist der Sichtmacher,
der Aufdecker, der Checker,
der mit dem Kleid und dem Namen darauf,
und was Du willst, das will ich auch.

Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land. (1. Mose 2,6)

Auf seinem Gewand, an der Hüfte, stand der Name: „König über alle Könige! Herr über alle Herren!“ (Offenbarung 19,16)

Nebelbänke entstehen und sie gehen,
wie meine 1000 Ideen. 
Wie deine 1000 Ideen?
Gedankenblitze, Visionen und Träume,
doch DU Gott ordnest sie alle,
legst Zäune und baust ihnen Räume.
Alles hat seine Zeit und seinen Platz,
und DU sprichst zu mir und zu dir:
„Immer mit der Ruhe – mein Schatz!“

Klare Nebelsicht, unklare Klarheit,
DU sprichst die Wahrheit.
Leiser Schrei, lautes Flüstern,
DU Gott, bist nicht nur von Gestern,
sondern von Heute und von Morgen,
und ich mache mir keine Sorgen.

Macht euch keine Sorgen! Ihr dürft Gott um alles bitten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Und Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren. (Philipper 4,6)

Oktober 2013

(Vorlesung im Programm "Herbstmelodie" am 22.10.2023, EFG Recklinghausen)