Geister, die ich nie rief

 

Dies sind die Geister, die ich nie rief,
ein Geist sagt; stille Wasser sind tief.
Ich will nicht still sein,
aber auch nicht oberflächlich,

oder nebensächlich,
sondern klug und bedächtig.

Meine Gedanken sollen reichen
bis in den Untergrund,

mein Himmel soll nicht
langweilig blau sein - sondern bunt.

Sie sind so viele, diese Geister,
doch nur einer hat in mir Raum,
der, der sagt: „Sei ein fruchtvoller Baum!“
Der, der sagt: „Baue dein Haus
auf einem Felsen, 
wenn ein Tsunami tobt,
ist der gestraft, der sein IPhone,
Laptop oder Auto lobt.

... und der Sturm tobte und an dem Haus rüttelte, stürzte es nicht ein, weil es auf Fels gebaut war. (Matthäus 7,25)

Tee trinken und abwarten,
doch meine Teedose ist leer,
für`s Abwarten bleibt keine Zeit mehr.
Die Hörer müssen zu Tätern werden,
um die, die gar nichts wissen, zu belehren.
Oh Gott, NICHTS tue ich lieber als das,
und unschwer ist das nicht,
aber es dreht sich alles nur um DICH.

Die Geister, die ich nie rief,
höre ich rufen:
„Das Leben ist kein Wunschkonzert,
kein Zuckerschlecken, kein Ponyhof“
Und mein heiliger Geist flüstert mir:
„Gott ist groß!“

Ich sitze in der Jury und prüfe die Geister,
einer nach dem anderen stellt sich mir vor,
ich sehe viele Talente
und es ist eine einzig riesige Show,

und denke oft:„Schon wieder ein „No-Go“!
Noch einen Superstar werde ich nicht finden,
denn es gibt ihn ja schon,
er sitzt zur Rechten auf Gottes Thron.

... glaubt nicht allen, die vorgeben, Botschaften des Geistes zu verkünden! Prüft sie, ob der Geist Gottes aus ihnen redet. Denn diese Welt ist voll von falschen Propheten. (1. Joh. 4,1)

Menschen, die von bösen Geistern besessen waren, warfen sich vor ihm nieder, sobald sie ihn sahen, und schrien: „Du bist der Sohn Gottes!“ (Markus 3,11)

März 2011