Kampf und schicke Stiefel

 

Tot, Hunger, Krieg, Leid,
Geschichten über Missbrauch,

wenn ich von all dem genug habe,
schalte ich den Fernseher aus.

Im Internet klicke ich woanders hin,
die Zeitung blätter ich um,
steht bestimmt noch etwas anderes drin.

Gar nicht so schwer,
dem Bösen aus dem Weg zu gehen,

oder sollte ich das etwas anders sehen?
Als Nichtchrist war das für mich so okay,
als Christ ist alles anders;
neues Herz, neue Augen

bin ja nicht mehr blind – ich seh` .
Und vieles tut so viel mehr weh.

Ich höre DEIN Wort Gott und möchte es tun,
ich möchte nicht nur in DIR ruh‘n.
Zum Beispiel andere belehren,
sie ermutigen und stärken,
vergeben, gute Taten vollbringen,
DICH Gott loben, Lieder singen, u.s.w.,
möchte IHM doch etwas zurückgeben,
meinem göttlichen Wegbereiter.

Doch irgendetwas ist da immer,
werde abgelenkt, 
stellt sich mir in den Weg,
wirft mich aus der Bahn,

und erneut frage ich Gott;
was war jetzt nochmal für heute unser Plan?

Manchmal sind es schwierige Menschen,
Krankheit, 
ein finanzieller Engpass,
schlaflose Nächte, Eifersucht oder Neid,
und ganz oft einfach Stress
oder gar keine Zeit.

Und dennoch klappt es trotzdem,
hier und da eine gute Tat, vergeben,
miteinander reden,

spenden, singen, loben, tanzen, beten,
genügend Zeit und Ruhe,
um vor Gott zu treten.

Kriege passieren nicht nur
in fremden Ländern,

im Fernsehen, sondern zuerst
in unserem Kopf.

Gut und Böse - Gedanken
sind das Hauptquartier,

denn die Gedanken gehören
manchmal nicht dir oder mir.

Wie dem auch sei, im Geist sitze ich
auf einem weißen Pferd,

ich ziehe mein glänzendes Schwert,
halte mein Schutzschild dicht an mir dran,
trage einen festen Gürtel
und habe schicke Stiefel an.

Mein Helm sitzt auch,
und mein Panzer gibt mir den Halt,
den ich brauch‘.

Dann ziehe ich in den Krieg,
bete und lese Gottes Wort,
lege mir eine Worship-CD rein,

und spiele mein neues Gedankenupdate ein.

Rüstet euch gut für diesen Kampf! Die Wahrheit ist euer Gürtel und Gerechtigkeit euer Brustpanzer. Macht euch auf den Weg, und verkündet überall die rettende Botschaft, dass Gott Frieden mit uns geschlossen hat. Verteidigt euch mit dem Schild des Glaubens, an dem die Brandpfeile des Teufels wirkungslos abprallen. Die Gewissheit, dass euch Jesus Christus gerettet hat, ist euer Helm, der euch schützt. Und nehmt das Wort Gottes. Es ist das Schwert, das euch sein Geist gibt. (Epheser 6, 14-17)

Oktober 2016

 

Vorlesung im Gottesdienst FeG Recklinghausen 16.10.2016